AfD-Sachsen bedankt sich bei sächsischen Journalisten für Negativ-Preis „Tonstörung.“

AfD-Sachsen bedankt sich bei sächsischen Journalisten für Negativ-Preis „Tonstörung.“

„Die Landespressekonferenz Sachsen vergibt den Negativ-Preis „Tonstörung“ in diesem Jahr an den Vorstand des sächsischen Landesverbandes der AfD. Die von den Mitgliedern der LPK gewählte Jury hat die Entscheidung einstimmig getroffen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der „Landespressekonferenz (LPK) – einem Zusammenschluss vorrangig politisch berichtender Journalisten. In der Begründung heißt es u.a.: „Mit der Preisvergabe kritisiert die Vereinigung landespolitischer Journalisten die wiederholten Versuche der Partei, Berichterstattung über Mitglieder, Funktionäre oder innerparteiliche Vorgänge zu erschweren oder gar zu verhindern. Dazu bedient sich die Partei immer wieder des Mittels des Ausschlusses einzelner Pressevertreter oder Medienhäuser, etwa von grundsätzlich öffentlichen Parteiveranstaltungen.“ Des Weiteren wird die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Online-Portal „Tag24 und „Morgenpost“ durch den AfD-Landesvorstand kritisiert.


Dazu erklärt der sächsische AfD-Generalsekretär, Jan Zwerg:

„Der Landesvorstand der sächsischen AfD bedankt sich herzlich für den Negativ-Preis bei der LPK. Beweist er doch, wie wenig kritikfähig viele Journalisten reagieren, wenn das Meinungspendel gegen sie zurückschlägt. Austeilen, Ja, selbstkritische Eigenreflexion über teils offen parteiische, ausgrenzende, ja auch hetzerische Berichterstattung ist dagegen unerwünscht. Gerade in Ostsachsen befindet sich ein geballtes Meinungsmonopol maßgeblich im Besitz der SPD. Also einem politischen Mitbewerber der sächsischen AfD. Entsprechend tendenziöse Berichterstattung zu Lasten der AfD findet statt. Zudem werden Sachthemen und politische Forderungen unserer jungen Partei sehr oft ‚übersehen‘. D. h. es wird nicht oder nur selten darüber berichtet. Beispielhaft sei die Forderung der AfD genannt, 10 Euro mehr Rente pro Arbeitsjahr zu zahlen. Kaum ein Medium berichtete darüber. Dafür wurde die Farbattacke auf das private, denkmalgeschützte Wohnhaus des AfD-Landesvorsitzenden von der Morgenpost/Tag 24 verharmlosend als ‚unschöne Aktion‘ bezeichnet. Zynischer geht es nicht.

Eine Statistik zeigt die Parteipräferenz von Politikjournalisten in Deutschland:. 26,9 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie den Grünen am nächsten stehen. 15,5 Prozent der Befragten benannten die SPD als die Partei, die ihnen am nächsten steht. Und schließlich 4,2 präferieren die Linke. Das heißt, fast die Hälfte, 46,6 Prozent, aller Berichterstatter ticken links. 36,1 Prozent bevorzugen keine Partei, was allerdings nicht bedeutet, dass sie konservativ denken und berichten.

Ein großer Teil der Medien versteht sich als Teil eines politischen Lagers. Der Begriff Haltungsjournalismus hat sich längst etabliert und widerspiegelt auch die Situation in Sachsen. ‚Das Phänomen, blind zu glauben, was ins eigene Weltbild passt, heißt in der Wissenschaft ‚confirmation bias‘. Man glaubt, was man glauben will. So funktioniert der Journalismus heute‘, schrieb Autor Hadmut Danisch – er hat recht!

Am Wochenende findet in Markneukirchen der Listenparteitag der sächsischen AfD statt, zu dem ausnahmslos alle sächsischen, national und international berichtende Journalisten von der sächsischen AfD eingeladen wurden. Eine ‚Auslese‘, wie von der LPK beschrieben findet nicht statt.“

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