Altenpfleger sind keine Pfleger zweiter Klasse!

Sachsens Altenpfleger werden deutschlandweit mit am schlechtesten bezahlt, nur in Sachsen-Anhalt wird noch schlechter vergütet. Der Bruttolohn betrug 2017 rund 2200 Euro, berichten die DNN.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, kommentiert:

„Der Pflegenotstand in Sachsen ist nicht erst seit gestern bekannt. Trotzdem hat die CDU-Staatsregierung viel zu wenig unternommen, um die Situation zu verbessern. Es gibt keine Anreize, um kurzfristig Pflegekräfte anzuwerben. Im Gegenteil, in Sachsen ausgebildete Fachkräfte wandern reihenweise in andere Bundesländer ab. Wie sollen Altenpfleger für die Arbeit in Sachsen motiviert werden, wenn sie 540 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt verdienen? Die Staatregierung agiert plan– und hilflos. Der Schaden geht zu Lasten aller Beteiligten.

Um die Pflegesituation zu verbessern, sind viele Maßnahmen notwendig. Dazu haben wir Vorschläge im Landtag eingereicht. Wir brauchen nicht nur die Angleichung der Verdienste in der Altenpflege, sondern müssen auch ein Signal zur Attraktivitätssteigerung setzen und auch die arbeitsbedingten Belastungen senken. Wir setzen uns hierzu bereits im Rahmen der Enquete Kommission (Drs. 6/15400) für die 35-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich in der Pflege ein. Ein Wunsch vieler Pflegebedürftiger ist es, zu Hause gepflegt zu werden. Die Stärkung der häuslichen Pflege ist außerdem zur Begegnung der Personalengpässe in Pflegeheimen unausweichlich. Deshalb hat die AfD-Fraktion ein Landespflegefördergeld beantragt (6/14750), um die Angehörigenpflege finanziell deutlich besser zu unterstützen.

Wir fordern endlich eine leistungsgerechte Bezahlung, positivere Rahmenbedingungen sowie eine familienfreundlichere Arbeitszeitgestaltung, um die Attraktivität des Altenpflegeberufes zu erhöhen und die Versorgung sicherzustellen.“

 

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