Die Freiheit der Kunst wird zunehmend eingeengt, auch mit Steuermitteln

In der aktuellen Debatte auf Antrag der AfD „Ist die Freiheit der Kunst eine Einbahnstraße?“ erklärt die kulturpolitische Sprecherin, Karin Wilke:

„Aktuell gibt es mehrere Beispiele in Sachsen, bei denen die Kunstfreiheit mit Füßen getreten wurde. Besondere Wellen hat die Ausladung des AfD-nahen Malers Axel Krause von der ‚Leipziger Jahresausstellung‘ geschlagen. Auf Druck einiger Künstler und Galeristen durfte Krause nicht ausstellen, obwohl seine Kunstwerke nicht einmal politisch sind.

Dieselben Vorwürfe von Meinungsdiktatur muss man an diejenigen Unterzeichner der ‚Erklärung der Vielen‘ richten, die vorgeblich der Kunstfreiheit das Wort reden, in Wirklichkeit aber feige den Schwanz einziehen, wenn es tatsächlich um die Freiheit anderer Meinungen, ganz speziell auch um die Kunstfreiheit geht.

Gern übersehen wird, dass die Zustimmung der beteiligten Institutionen einhergeht mit der Abhängigkeit von Staatsgeld und Förderung. So bildet sich Filz, eine Symbiose von Kunst und Propaganda und führt im einstigen Land der Dichter, Denker und Musiker zu einem devoten künstlerischen Konformismus.

Der kritische Dresdner Autor Uwe Tellkamp hat die intellektuelle Insolvenz der ‚Erklärung der Vielen‘ und den ihr zugrundeliegenden Gesinnungskorridor in einem Offenen Brief an die Unterzeichner auf den Punkt gebracht: Er zeigt sich erschüttert über das Vorhaben, dass man zwar diskutieren, unpassenden Meinungen aber kein Forum bieten wolle. Eine freie Debatte wird so ad absurdum geführt.“

 

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