Längeres gemeinsames Lernen ja – sozialistische Gemeinschaftsschule nein

Der Volksantrag „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam lernen“ hat die Hürde von 40.000 Unterschriften erreicht und kann nun an den Sächsischen Landtag übergeben werden, berichten mehrere Medien.

Karin Wilke, bildungspolitische Sprecherin, erklärt:

„Auch die sächsische AfD trägt dem Wunsch vieler Bürger nach längerem gemeinsamem Lernen Rechnung und will alle Schüler gemeinsam bis zur achten Klasse unterrichten lassen. Das haben wir in unserem Wahlprogramm beschlossen.

Den Volksantrag Gemeinschaftsschule, hinter dem Linke, Grüne und SPD stehen, lehnen wir aber entschieden ab. Wir wollen keine sozialistische Gemeinschaftsschule mit einer Nivellierung des Leistungsniveaus, die in den rotgrünen westdeutschen Bundesländern grandios gescheitert ist. Denn der Volksantrag will auch pädagogischen Unsinn wie Inklusionsklassen oder gemeinsamen Unterricht bis Klasse 12. Wir sind in Sachsen Pisa-Sieger und wollen unsere Kinder weiter leistungsorientiert auf den globalen Wettbewerb vorbereiten.

Dafür wollen wir unseren sächsischen Schulkindern aber mehr Zeit geben. Viele Bildungsexperten und Lehrer kritisieren das frühe Auseinanderreißen der Klassenverbände und den frühen Entscheidungsdruck für oder gegen das Gymnasium. In Zukunft sollen die Schüler bis zur achten Klasse Zeit haben, ihre Leistungsmöglichkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Für den Wechsel aufs Gymnasium soll dann wieder eine verpflichtende Bildungsempfehlung notwendig sein.“

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung